Gepostet in Sanitär
am Feb 18th, 2009
Wasserenthärter bei zu “hartem” Wasser
Verkalkte Waschmaschinen, Armaturen oder Wasserkocher sind beispielsweise ein Zeichen für zu „hartes“ Wasser. Je nach dem, wie hart das Wasser ist, desto stärker können die unerwünschten Kalkablagerungen sein. Ob nun Wasser weich oder hart ist, hängt hauptsächlich von der Menge der im Wasser gelösten Calcium- und Magnesiumsalzen, meist Hydrogencarbonaten, ab. Um Verkalkungen von Rohren, Haushaltsgeräten oder anderen mit Wasser arbeitenden Anlagen zu verhindern, werden Wasserenthärter von Betrieben, wie auch Privathaushalten genutzt.
Soll hartes Wasser weich gemacht werden, kommen verschiedenste Verfahren zur Anwendung: Damit die Carbonathärte verringert wird, kann dem Wasser Calciumhydroxid beigemengt werden. Ionenaustauscher, wie etwa bei Spülmaschinen im Einsatz, tauschen die Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen. Hingegen werden bei einer „Vollentsalzung“ sämtliche Ionen beseitigt. Ein Verfahren, das vor allem Verwendung findet, wenn „reines“ Wasser gebraucht wird. Auf dieser Basis arbeitet man auch mit der so genannte Umkehrosmose und der Destillation, wobei in beiden Fällen zusätzlich nichtionische, gelöste Feststoffe eliminiert werden. Waschmittel enthalten als Enthärter meist Kationenaustauscher (Zeolith A) beziehungsweise Schichtsilikate. Diese haben die Komplexbildner (Polyphosphate) weitgehend verdrängt, da diese eine unerwünschte Überdüngung von Gewässern bewirken.
An der Wasserenthärtung wird auch auf physikalischer Ebene gearbeitet. Es werden zum Beispiel an Wasserrohren magnetische oder elektrische Felder aufgebaut. Kalkablagerungen sollen dadurch verhindert werden. Die Wirksamkeit dieser Wasserenthärter ist umstritten.